8. Juli 2019, 00:23

Ein Stück Schweden in Donauwörth

Am vergangenen Sonntag feierte "Michel in der Suppenschüssel" Premiere auf der Donauwörther Freilichtbühne. Bild: Diana Hahn
Die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren gehört zu den erfolgreichsten und bekanntesten Kinderbuchautoren weltweit. Eine der wohl bekanntesten Figuren aus ihren Büchern ist Michel aus Lönneberga. Am vergangenen Sonntag erlebte nun „Michel in der Suppenschüssel“ seine Premiere auf der Donauwörther Freilichtbühne.

Michel ist ein schlauer Junge, der mit seiner Familie, Knecht Alfred und Magd Lina in dem schwedischen Dörfchen Lönneberga auf dem Katthult-Hof lebt. Streiche denkt sich Michel eigentlich nie aus, im Gegenteil, es handelt sich dabei immer um tolle Einfälle, die aber meist anders enden als gedacht. Dabei meint Michel es niemals böse, er ist einfach ein neugieriger und aufgeweckter Junge. Astrid Lindgrens pragmatischer kleiner Alltagsheld findet für jedes Problem eine kreative Lösung. So kommt es, dass er in der Suppenschüssel steckenbleibt, weil er den letzten Rest ausschlecken möchte. Nach jedem seiner Streiche ist eines sicher: gleich wird man Michels Vater "Miiiiichel" über den Hof brüllen hören. Michel bleibt dann nur die Flucht in den Holzschuppen, wo er an seinen Holzfiguren schnitzt. Dass Michel das Herz am rechten Fleck hat, beweist Michel als er zusammen mit den anderen Bewohnern des Katthult-Hofs den Jahrmarkt in Vimmerby besucht und einen Dieb entlarvt.

Lucca Schick spielt die Rolle des schwedischen Lausejungen glaubhaft und mit einer guten Portion Schalk im Nacken. Ebenso authentisch wirken Martina Wittek als liebevolle, warmherzige und umsorgende Mutter Alma, Alwin Bruglachner als Michels zuweilen aufbrausender Vater Anton und Lillie-Marie Specht als naiv-beherzte, von leidenschaftlicher Liebe zu Alfred erfüllte Magd Lina, die auch bei ihren Gesangseinlagen eine gute Figur macht. René Faußner, als Alfred, überzeugt beim Versuch sich der überschwänglichen Gefühle von Lina zu erwehren und einer "drohenden" Verlobung zu entgehen. Zauberhaft spielt Paulina Sewald, Michels kleine Schwester Klein-Ida. In der Rolle der schrulligen Krösa-Maja glänzt Stefanie Kuppelwieser. Dem Regieteam, bestehend aus Jürgen Lechner und Christian Faul, ist es gelungen das Stück mit viel Liebe zum Detail auf die Bühne zu bringen. 

Der Kinderbuchklassiker „Michel in der Suppenschüssel“ ist nicht nur ein Stück für Kinder, sondern für alle im Herzen Junggebliebenen, die Michel und seine Streiche noch aus der eigenen Kindheit kennen. Noch bis zum 8. August wird das Stück auf der Freilichtbühne Donauwörth gespielt.

Info:

Tickets und Termine unter www.freilichtbuehne-donauwoerth.de.