21. Januar 2020, 16:05

Wasserwirtschaftsamt Donauwörth ist Refill-Station

Symbolbild Bild: pixabay
Das Wasser als Bestandteil des Naturhaushaltes und als Lebensraum für Tier und Pflanzen zu schützen, dem Menschen eine verantwortungsvolle Nutzung des Wassers zu ermöglichen und vor den Gefahren des Wassers zu schützen - dies sind die Aufgaben der bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung und Ihrer Wasserwirtschaftsämter.
Deshalb unterstützt das Donauwörther Wasserwirtschaftsamt das Konzept von Refill Deutschland (https://refill-deutschland.de/) und hat sich als Refill-Station eingetragen. Das Konzept von Refill Deutsch-land lautet: Läden mit einem Refill Aufkleber am Fenster oder der Tür füllen kostenfrei Leitungswasser in je-des mitgebrachte Trinkgefäß. Dabei geht es um Umweltschutz, Müllvermeidung und die Bedeutung von Leitungswasser als Trinkwasser.

Auch im Wasserwirtschaftsamt Donauwörth in der Förgstraße 23, 86609 Donauwörth kann man nun zu den Öffnungszeiten (Montag-Donnerstag: 8.00-16.00 Uhr und Freitag: 8.00-13.00 Uhr) im Eingangsbereich kostenfrei Leitungswasser in sein mitgebrachtes Trinkgefäß auffüllen. Damit wir auch in Zukunft unser wichtigstes Lebensmittel Trinkwasser in ausreichenden Mengen und einwandfrei beziehen können – dafür arbeiten wir: Die oberirdischen Gewässer besitzen ebenso wie das Grundwasser hier im wasserreichen Bayerisch-Schwaben überwiegend eine gute bis sehr gute Qualität. Dennoch dürfen die Anstrengungen nicht nachlassen, das Wasser gerade vor dem Eintrag gefährlicher Schadstoffe wie zum Beispiel von giftigen Kohlenwasserstoffen oder auch Nährstoffen wie Stickstoff zu schützen.

Auch der Schutz des Bodens gehört zu unseren Aufgaben. Der Boden, über den der Regen versickert und so Grundwasser neu bildet, erfüllt eine wichtige Schutzfunktion: saubere Böden sind Voraussetzung für sauberes Grundwasser, aus dem einmal eingedrungene Schadstoffe kaum mehr entfernt werden können.
Um Gefahren für die Gewässer und den Boden frühzeitig erkennen zu können, betreiben wir ein umfangreiches Messnetz, mit dem wir Änderungen in der Qualität, beim Grundwasser auch im Dargebot, und in den Abflüssen beobachten. Unsere Wasservorräte reichen bei uns für eine umfassende Versorgung grundsätzlich aus.
Dennoch haben wir aber auch "mengenmäßige Wasserprobleme" zu lösen: in den letzten Jah-ren sind häufiger große Hochwasser an Iller, Mindel, Wertach, Lech, Donau, Schmutter, Paar, Wörnitz und anderen, auch kleineren Gewässern mit zum Teil enormen Schäden aufgetreten. Hochwassern stehen vermehrt aber auch Zeiten mit sehr niedrigen Abflüssen gegenüber.

Nach aktuellen Ergebnissen eines Bayerischen Forschungsvorhabens deuten die extremen Wetter-Schwankungen auf Veränderungen unseres Klimas hin, die sich auch im Wasserhaus-halt nachteilig auswirken können. So sind nach den erfolgreichen Anstrengungen für saubere Gewässer in den zurückliegenden Jahren nun Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser zusätzliche Schwerpunktaufgaben unseres Amtes geworden. Bei der Suche nach Lösungen erkennen wir immer wieder, dass wir uns am besten vor Hochwasser schützen, in dem wir die Flusstäler vor jeder hochwertigen Nutzung freihalten, den Flüssen wieder mehr Raum geben. Wir brauchen aber auch weiterhin den Konsens und die Unterstützung aller Wassernutzer, um auch künftig unserer Aufgabe als Garant für saubere und ausreichende Wasserressourcen vollauf gerecht werden zu können.(pm)