Am Donnerstag, 30.07.2026 kamen gut 40 Gäste zum Wallfahrtswirt nach Wemding, um mit den SPD-Bundestagsabgeordneten Christoph Schmid und Lina Seitzl über die Stabilisierung des solidarischen Gesundheitssystems zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen dabei das Gesetz zur Beitragsstabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-BStabG), das am 10. Juli 2026 vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde.
Zu Beginn der Debatte stellte die stellvertretende gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Dr. Lina Seitzl die Frage: „Wie erhalten wir unser solidarisches Gesundheitswesen?“ Einige lokale Akteure der Gesundheitsversorgung wie Dr. Jakob Berger (Hausarzt in Wemding), Dr. Axel Nill (Urologe in Nördlingen), Manuela Kluger (Direktorin der AOK Bayern), Fabian Wamser (Verwaltungsrat der Wertachkliniken) sowie weitere Vertretungen der medizinischen Berufe diskutierten mit.
Der Gesetzgeber hat alle Beteiligten im Blick und dabei die Aufgabe ein Sparvolumen von 18 Mrd. Euro durchzusetzen. Notwendige Sparmaßnahmen müssten so organisiert werden, dass weiterhin gute Leistungen erbracht werden können, so Seitzl. „Es ist kein Grund zum Jubeln, aber wir wollen mit der GKV-Beitragsstabilisierung erreichen, dass die Versicherten gut versorgt werden und so das solidarische System erhalten bleibt.“
Dringende Maßnahmen zur Beitragsstabilisierung nötig
Die SPD-Bundestagsabgeordnete aus Konstanz hat in ihrem Vortrag das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz als Notbremse skizziert, die notwendig sei, weil die Ausgaben doppelt so stark ansteigen, wie die Einnahmen. „Strukturreformen hin zur Stärkung der ambulanten Versorgung, zur effizienten Patientenlenkung und zu multiprofessionellen Gesundheits-Teams, gehen wir als Nächstes an“, betont Seitzl.
Der Wahlkreisabgeordnete Christoph Schmid machte in seinem abschließenden Statement deutlich: „Dieser Abend hat eindrücklich gezeigt, vor welchen Herausforderungen die Politik als Regelinstanz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt steht. Das Beitragsstabilisierungsgesetz verlangt uns allen etwas ab und alle weisen mit dem Finger auf die jeweils andere Seite. Wir müssen daher immer wieder miteinander ins Gespräch kommen, um die Perspektive des Gegenübers zu verstehen. Daher freue ich mich, dass meiner Einladung so viele gefolgt sind. Der Austausch über notwendige Maßnahmen des Gesetzgebers ist für unser demokratisches Zusammenleben essenziell. Danke für Ihr Kommen und Mitdiskutieren.“ (dra)