Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth stellt aktuell Teilschutzdeiche an der Zusam gehölzfrei. Nachdem der Gehölzrückschnitt entlang des Hinterwasserkanals witterungsbedingt pausiert werden musste, werden nun Fichten und weiteres Gehölz entlang des Teilschutzdeichs linksseitig der Zusam abgeholzt. Bewuchs an und auf Deichen gefährdet Erdbauwerke auf unterschiedlichste Weise. Die Freistellung gestaltet sich allerdings mitunter schwierig, da bei älteren Deichen die benachbarten Grundstücke und das Gehölz oft in privatem Besitz sind. Die betroffenen Grundstückseigentümer haben der Fällung für den Hochwasserschutz von Zusum zugestimmt, auch wenn es bedeutet einen wesentlichen Teil des kleinen Wäldchens herzugeben. „Für ein solch gemeinschaftliches Vorgehen bedanken wir uns. Nur so können wir unkompliziert wichtige Maßnahmen ab-arbeiten.“ merkt Dr. Nils Führer, Projektleiter Hochwasserschutz Donauwörth an. Weitere Unterhaltsmaßnahmen und gezielte Instandsetzungsmaßnahmen an den Teilschutzdeichen der Zusam sind für 2026 vorgesehen.
Eine von vielen Maßnahmen in und um Donauwörth
Insgesamt reihen sich die Maßnahmen an den Teilschutzdeichen in eine Vielzahl von gut und weniger gut sichtbaren Maßnahmen des Wasserwirtschaftsamts in und um Donauwörth ein. Die Deiche am Egelseebach sind bereits zu einem wesentlichen Teil frei-gestellt und saniert. Die Steuerung am Egelseebachwehr ist modernisiert und in dem Zug ein neuer Steuerpegel in Mertingen eingerichtet worden. Die Flutmulde III ist in den Böschungsbereichen freigestellt worden, um durch eine geplante kleinräumige Aufwei-tung den Hochwasserschutz weiter zu verbessern.
Maßnahme am Festplatz in Donauwörth ist abgeschlossen
Eine größere Maßnahme ist am Festplatz in Donauwörth abgeschlossen. Die Sanierung des Deichs ist mit dem Einbau eines Schutzes in der Kanalquerung nun komplett abgeschlossen. Der Deich war im Hochwasser 2024 aufwendig verteidigt worden. Den Schutz wieder dauerhaft sicherzustellen, hatte erste Priorität. Daneben galt es die Bau-stelle vor den Arbeiten für die Landesgartenschau 2028 abzuschließen, um der Stadt Donauwörth und der Landesgartenschau GmbH die zeitlichen und planerischen Freiheiten zu schaffen.
Neubau der Anlagen in Auchsesheim und Nordheim geplant
Weniger sichtbar sind die Planungen für den Neubau der Hochwasserschutzanlagen der Ortsteile Auchsesheim und Nordheim. Diese gehen aktuell in die finale Phase und sollen in 2026 zur Genehmigung eingereicht werden. Die Instandsetzung der Hochwasserschutzanlage am Pappelweg ist ab diesem Jahr angedacht.
Die meisten dieser Maßnahmen sind bereits vor dem Hochwasser 2024 initiiert und begonnen worden. Einige sind konkret durch das Hochwasser entstanden oder dringlicher geworden. „Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten ist eine wesentliche Vorausset-zung, um Hochwasserschutzmaßnahmen zu beschleunigen und erfolgreich umzusetzen. Noch ist das Hochwasser 2024 präsent in den Köpfen und wir setzen daher weiterhin auf tatkräftige Unterstützung zum Wohl der Allgemeinheit, so die Leiterin des Wasserwirtschaftsamts, Gudrun Seidel. Für den Neubau in Auchsesheim und Nordheim, sowie für Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten an den bestehenden Hochwasser-schutzdeichen, ist diese Bereitschaft und Unterstützung in 2026 und darüber hinaus gefragter denn je. Für den Neubau und den dauerhaften Unterhalt, für Zuwegungen und Schutzstreifen, werden Flächen benötigt. (dra)