16. November 2019, 13:04

Dritter Kandidat für Monheimer Bürgermeisterwahl

Am vergangenen Donnerstag nominierte die SPD Monheim ihren Bürgermeisterkandidaten, sowie die Stadtratskandidaten. Bild: Doris Dollmann
Er wolle Verantwortung zeigen und etwas für Monheim bewirken, begründete der 44-jährige Andreas Pelzer seine Kandidatur.

In den letzten Wochen, so erzählte er, habe es viel „hin und her“ gegeben, ob er sich nun zur Wahl stellen werde, oder nicht. Gerüchten zufolge, habe seine Frau gesagt, er dürfe nicht, was jedoch nicht stimmen kann, denn sie war bei der Nomierungsversammlung natürlich anwesend. Nachdem viele Listenkandidaten nur unter der Voraussetzung für den Stadtrat kandidieren wollten, wenn er sich für das Bürgermeisteramt bewirbt, und er viel Potential sehe, wird er nun für die SPD ins Rennen gehen.

20 Kandidaten für den Stadtrat

Ebenfalls einstimmig wurde die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahl angenommen. Im einzelnen sind dies: Andreas Pelzer, Christine Scheuenpflug, Norbert Meyer, Helga Utjesinovic, Thomas Nigel, Karin Böswald, Uwe Ringel und Claudia Finger, die erst vor kurzem der Partei beigetreten sind, Stefan Scharla, Claudia Tonnemacher, Hans-Ulrich Treyz, Lea Burgetsmeier, Armin Meyer, Antje Michael, Florian Huber, Edeltraud Bayer, Armin Berkmüller, Norbert Hürst, Johann Enderle und Thomas Metzger. Ersatz sind Christiane Rademacher-Hürst und Margit Enderle. Die Reihenfolge der Liste, die der Vorstand in Absprache mit den Bewerbern festgelegt hat, bestimmt auch den Einzug in den Stadtrat.

Politisch vorbelastet

Versammlungsleiter Christoph Schmid, Bürgermeister in Alerheim und Unterbezirksvorsitzender der SPD, verriet im Rahmen der Nominierung Pelzers, dass dieser durch seinen Vater politisch vorbelastet sei. Michael Pelzer war von 1990 bis 2004 Bürgermeistern in Weyarn. In seiner Eigenschaft als Berater für ländliche Entwicklung war er vor ein paar Jahren im Ries und konnte der VG Ries zu einem Preis verhelfen. Der Bürgermeister-Kandidat erzählte ebenfalls aus seiner Jugend in Weyarn, einer Gemeinde in Oberbayern, die aus 21 kleinen Dörfern besteht. „Früher hat man sich im Schulhof geprügelt, nur weil einer aus einem anderen Dorf war“, sagte er. Erst später habe man erkannt, dass es in jedem Dorf Stärken und Potential gibt, was es zu bündeln gilt, wie in einem Orchester. „Jedes Dorf spielt ein Instrument, Ziel ist es, daraus eine Melodie zu machen, und dafür braucht man einen Dirigenten.“

Immer auf Sieg

Vor gut acht Jahren kam Pelzer mit seiner Frau und einem Kind, mittlerweile sind es drei, nach Monheim. Bereits nach einem Viertel Jahr wurde er Trainer der Fußballmannschaft. Wie er betonte, übernehme er gerne die Führung, ist auch bereit, sie manchmal abzugeben, aber er spiele nie auf Ergebnis sondern immer auf Sieg. Derzeit ist Pelzer Geschäftsführer seiner eigenen Firma, die er mit einem Geschäftspartner betreibt. Als hauptamtlicher Bürgermeister muss er diese Tätigkeit natürlich aufgeben.

Gäste der Nomierungsversammlung

Auch der Bürgermeister-Kandidat der Monheimer Umland-Liste MUM, Lorenz Akermann, und deren Vorsitzender, Christof Böswald, waren zur Versammlung gekommen. Der SPD-Landrats-Kandidat Peter Moll nutzte die Gelegenheit Themen seines Wahlkampfes anzusprechen. Ziel auf Kreisebene sei es, dass die CSU auch weiterhin nicht mit absoluter Mehrheit bestimme, so Moll. Schwerpunkt sei jedoch Soziales, wie z. B. Pflege, Gesundheit, Kreiskliniken, Infrastruktur und die Bäder-Situation.

Tolle Riege

In seiner Eigenschaft als Unterbezirksvorsitzender wünschte sich Schmid, dass zu den vier „roten Rathäusern“ noch weitere hinzu kommen. „Die SPD muß sich im Landkreis nicht verstecken“, so der Alerheimer Bürgermeister wörtlich. Monheim habe eine tolle Riege an Kandidaten und auch für die Kreistagswahlen sei man bestens gerüstet. Dem konnte der Ortsvereinsvorsitzender Jan Schwarz nur zustimmen.