23. Mai 2018, 08:30

Regionalgespräch mit Walter Beck

. Bild: Jenny Wagner
In jedem blättle führen wir das Regionalgespräch mit einer interessanten Persönlichkeit aus dem Landkreis. Unsere Volontärin Jenny Wagner hat sich auf den Weg nach Nördlingen gemacht, um Polizeichef Walter Beck einmal persönlich Fragen zu stellen.
Guten Tag Herr Beck. Schön, dass Sie sich Zeit für unser Regionalgespräch nehmen.
Wo sind Sie geboren und aufgewachsen?
Geboren wurde ich im Krankenhaus in Nördlingen, aufgewachsen bin ich in Untermagerbein.
Wie lange sind Sie schon Polizist?
Mehrere Generationen (lacht). Ich habe lange Zeit als Polizist in München gearbeitet und bin dann über Augsburg in die Region Nördlingen gekommen.
Was ist das Schöne an Ihrem Beruf?
Der Beruf des Polizisten ist unglaublich interessant und abwechslungsreich. Besonders schätze ich auch, dass ich jeden Tag viel mit Menschen zu tun habe.
Seit dem Jahr 2009 sind Sie Polizeichef der Nördlinger Dienststelle. Was gehört zu Ihren täglichen Aufgaben?
 Zu meinen täglichen Aufgaben gehört vor allem viel Büroarbeit. Ich muss die Arbeit der Kollegen prüfen, Einsätze planen und vorbereiten. Und natürlich auch Mitarbeitergespräche führen. Zudem ist mir der Kontakt zu Bürgern und auch Bürgermeistern der Region besonders wichtig.
Was war Ihr schlimmster Einsatz in Ihrer Karriere?
In meiner Zeit als Polizist habeich viele schlimme Verkehrsunfälle mit tragischem Ende gesehen. Das belastet natürlich auch mich. Eine besonders schlimme Tragödiewar auch ein Fünffach-Mord inAugsburg im Jahr 2003.
Immer wieder liest man von Gewalt gegenüber Polizisten. Wie erleben Sie das?
Vor einigen Jahren waren Übergriffe auf die Polizei in der Regel sehr selten. In den letzten Jahren hat die Zahl leider wieder zugenommen. Im Jahr 2017 hatten wir insgesamt 18 Fälle von Gewalt gegenüber der Polizei. Insbesondere begegnet uns aggressives Verhalten bei Veranstaltungen, bei denen Alkohol eine große Rolle spielt.
Wie ist Ihr Eindruck? Haben es Frauen bei der Polizei schwerer als Männer?
Zwischenzeitlich ist es eigentlich recht ausgeglichen. Bei manchen Situationen tun sich Frauen leichter, wenn sie mehr Einfühlungsvermögen zeigen können. Bei schweren körperlichen Auseinandersetzungen hingegen haben Männer natürlich einen gewissen Vorteil.
Haben Sie schon einmal Gebrauch von Ihrer Schusswaffe machen müssen?
Nein, meine Dienstwaffe musste ich außer im Schießtraining Gott sei Dank noch nie benutzen.
Wie schaffen Sie es, das Berufliche in der Arbeit zulassen?
Gar nicht. Ich bin ein Kopfmensch. Ich nehme Dinge aus der Arbeit immer mit nach Hause. Mancher Einsatz hat mir schon schlaflose Nächte bereitet.
Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?
Ich denke, in 10 Jahren bin ich im Ruhestand, irgendwo in den Bergen oder im Ries an meinen Lieblingsorten.
Das ganze Interview findet ihr im blättle Nummer 20.