20. Mai 2019, 12:10

Dauerregen bringt Hochwasser

Archivbild. Bild: Matthias Stark
Der angekündigte Dauerregen, verbunden mit einer starken Schneeschmelze in den Hochlagen der Alpen, wird in den nächsten Tagen an der Donau für steigende Pegel sorgen. Aber auch an der Wörnitz muss - bereits zum vierten Mal in diesem Jahr - mit Hochwasser gerechnet werden.

Der DWD sagt länger anhaltenden und ergiebigen Regen vorher, der insbesondere direkt an den Alpen ohne Unterbrechung bis in den Mittwoch hinein anhält. Im betrachteten Zeitraum werden verbreitet Niederschlagsmengen zwischen 60 und 90 mm, direkt an den Alpen 90 bis 120 mm, in Staulagen um 180 mm erwartet. Im Moment fallen im Alpenraum rund 10mm Regen pro Stunde. Zusätzlich liegen in höheren Lagen ab 1.500 Meter noch dicke Schneedecken, die zusätzliche Abflussmengen mit sich bringen. Die Folge sind steigende Pegel an der Donau, aber auch an der Wörnitz, die ebenfalls durch ergiebige Regenmengen ansteigen wird. 

Im Laufe des Dienstags werden die ersten Meldestufen erreicht und daraus folgend zahlreiche Straßensperrungen folgen. Vor allem durch die sehr schnell ansteigenden Pegel kann es für Autofahrer gefährlich werden. Deshalb empfehlen wir, die vom Hochwasser gefährdeten Strecken zu meiden. 

Situation an der Donau

Der aktuelle Pegel ist in Donauwörth bei momentan 1,14 Meter (Stand 12:30 Uhr). Bis zum Abend steigt er nur leicht auf rund 1,50 Meter an. Die Prognose des Wasserwirtschaftsamtes rechnet im Laufe des Dienstags mit einem kräftigen Anstieg auf 5,00 Meter und damit Meldestufe 3. Der Pegel wird aber aller Voraussicht weiter steigen und im Laufe des Mittwochs sogar an Meldestufe 4 und damit einem Pegelstand von 5,40 kratzen. Den tatsächlichen Pegelstand voraus zu sagen, gestaltet sich jedoch schwierig. Der Abfluss könnte auf rund 1.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ansteigen. 

Je nach Entwicklung der Regenfälle und der Schneeschmelze kann es hier Ausschläge nach unten, sowie auch nach oben geben. Aufgrund des sprunghaften Anstiegs, empfehlen wir dringend, die im Hochwasserbereich liegenden Straßen mit größter Vorsicht zu befahren. Eine Straße, die eine Stunde vorher noch befahrbar war, kann schnell überflutet sein. Dies kann besonders in den Abendstunden der Fall sein.

Situation an der Wörnitz

Ähnlich verhält sich die Situation an der Wörnitz. Im Moment wird am Pegel Harburg ein Wert von 1,16 Metern gemessen. Auch hier setzt heute Abend ein sprunghafter Anstieg auf ca. 4,50 Meter am Dienstagabend ein. Und der Pegel steigt auch im Laufe des Mittwochs weiter an. Hier kommt es bereits in den Morgenstunden zu Behinderungen auf den neuralgischen Strecken entlang der Wörnitz.