19. März 2019, 07:38

Stimmen zum geplanten B2-Ausbau

Die Anschlussstelle Kaisheim Süd soll das Ende des unechten 4-spurigen Ausbaus zwischen Donauwörth und Kaisheim sein. Bild: Matthias Stark
Landes- und Bundespolitiker aus dem Landkreis haben sich zum Vorhaben des Staatlichen Bauamts, die B2 zwischen Donauwörth und Kaisheim vierspurig auszubauen, geäußert. Auch die Anwohner wurden bereits befragt.

Wie berichtet beschäftigt sich das Staatliche Bauamt Augsburg gerade mit Planungen, die Bundesstraße 2 zwischen Donauwörth und Kaisheim vierspurig auszubauen. Die Landes- und Bundespolitiker aus dem Landkreis haben sich zu diesem Vorhaben geäußert.

Der Nördlinger Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange (CSU) begrüßt die Planungen des Staatlichen Bauamts. "Perspektivisch ist nun das Stück zwischen Kaisheim und Donauwörth von großer Bedeutung. Die aktuellen Voruntersuchungen müssen zeigen, wie hier ein bedarfsgerechter Ausbau aussehen kann. Die 4-Streifigkeit wäre sicher sinnvoll und würde helfen, die Rückstaus bei Donauwörth in den Stoßzeiten zu beseitigen", so Lange im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Lösung mit Verflechtungsspuren eine 4-Streifigkeit zu erreichen sei nicht unüblich. Auch bei der B16-Brücke bei Rain setze der Bund beim Brückenneubau ebenfalls auf eine derartige 4-Streifigkeit. 

Anlieger wurden bereits informiert

Auch der Landtagsabgeordnete Wolfgang Fackler (CSU) begrüßt die aktuellen Planungen. "Wir haben auf verschiedenen Ebenen immer wieder gefordert, dass hier etwas passieren muss. Deshalb freue ich mich, dass unsere Bemühungen Früchte tragen, und hier ein entsprechender Fortschritt zu erkennen ist", so Fackler. Für den gebürtigen Donauwörther ist vor allem der morgendliche Rückstau ein Thema: "Teilweise stehen die Fahrzeuge hier täglich im Stau, was ein nicht unerhebliches Unfallrisiko birgt. Wenn die Auf- und Abfahrten entsprechend geregelt sind, sinkt hier die Unfallgefahr." Laut Fackler gab es bereits Gespräche mit den Anwohnern der an der B2 befindlichen Schöttlehöfen. "Auch für die Landwirte hier ist es wichtig, eine ordentliche Zufahrt zu haben. Und nicht zuletzt wollen wir den Landwirten ermöglichen, auf ihre Felder zu gelangen". Die Planungen seien bei den Anwohnern positiv aufgenommen worden. Ein Lärmschutz sei aber dringend notwendig.

Kritische Stimmen von Eva Lettenbauer

Seit vergangenem Jahr sitzt mit Eva Lettenbauer eine weitere Mandatsträgerin aus dem Landkreis im Maximilianeum in München. Die Grünenpolitikerin will erst einmal die Erhebungen des Staatlichen Bauamts abwarten. "Mir ist es grundsätzlich wichtig im Landkreis Donau-Ries ein besseres Angebot an öffentlichen Busverbindungen und Zugverbindungen zu schaffen, die auch für Pendlerinnen und Pendler attraktiv sind. Zudem sollte besonders Schwerverkehr großteils von der Straße auf die Schiene in Güterzüge verlegt werden.“

Ulrich Singer stellt Platzfrage

Der AfD-Landtagsabgeordnete Ulrich Singer stellt zuerst die Frage nach dem Platz. "Ich glaube, dass es auf Höhe der Schöttelhöfe recht eng werden könnte. Hier müssen wir die Untersuchungen, des Staatlichen Bauamts abwarten." Der Ausbau der B2 zwischen Donauwörth und Augsburg nimmt Ulrich Singer als Beispiel für ein erfolgreiches Projekt: "Das hat sich in den letzten Jahren als Wachstumsmotor für den Landkreis erwiesen und die Verkehrssituation verbessert. Ein weiterer Ausbau ist nun erstrebenswert." Er befürwortet den Ausbau der Bundesstraßen auf dem Land, um den ländlichen Raum besser anzuschließen. "Ich selbst kann mir aber eine vierspurige Straße an den Schöttlehöfen noch nicht wirklich vorstellen. Hier bin ich auf die Planungen gespannt. Eine neue Trasse lehne ich aus Umweltschutzgründen ab."