8. Juli 2020, 10:28
Jahresbilanz

Fendt Caravan blickt optimistisch in die Zukunft

Hans Frindte, Thomas Kamm und Andreas Dirr (von links) im neuen Fendt Bianco 720, dem neuen Raumwunder aus dem Werk in Mertingen. Bild: Matthias Stark
Trotz der aktuellen Corona-Krise blickt das Unternehmen aus Mertingen positiv in die Zukunft. Nach fünf Wochen Lockdown läuft die Produktion auf Hochtouren und die MwSt-Senkung sorgt für zusätzliche Kaufanreize.

Einmal im Jahr stellt die Firma Fendt Caravan aus Mertingen ihre Jahresbilanz vor. Statt einer großen Veranstaltung fand diese in diesem Jahr in kleiner Runde statt. Aufgrund der Corona-Lage rechnet das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr (vom 01.08.2019 bis 30.07.2020) mit einem Umsatz von 162 Millionen Euro und einem Absatz von 8.280 Fahrzeugen. Damit liegt man beim Umsatz 21 Millionen und beim Absatz 1.228 Fahrzeuge unter dem Vorjahr. "Das lässt sich durch den Lockdown erklären, denn wir im März und April hatten", erklärt Hans Frindte, Geschäftsführer der Firma Fendt. "Insgesamt ruhten bei uns für 5 Wochen die Produktion, da die Händler die Fahrzeuge nicht abnehmen konnten. Das konnten wir aber durch Überstunden und Urlaub soweit ausgleichen, dass nur für knapp zwei Wochen Kurzarbeit angemeldet werden musste. Auch alle Leiharbeiter konnten wir halten", so Frindte. Waren im Vorjahr 761 Mitarbeiter bei Fendt Caravan beschäftigt, sind es dieses Jahr mit 758 Personen nur unwesentlich weniger. "Nach dem Lockdown wurden die Regelungen gelockert, was den Verkauf von Wohnwagen, die Öffnung von Campingplätzen und auch das Reisen ins Ausland wieder möglich machte. Einhergehend mit der weiteren Unsicherheit profitiert unsere Branche aktuell sehr stark. Mit der aktuellen Mehrwertsteuersenkung - das macht bei einem Wohnwagen 750-1.000 Euro aus - haben wir zusätzliche Kaufanreize von der Politik bekommen. Deshalb blicken wir optimistisch in die Zukunft," so Frindte weiter.

Zeitgleich hat man den Lockdown genutzt, und die Modellpalette gestrafft. Andreas Dirr, Geschäftsführer Produktion, erklärt den Schritt: "Wir hatten bisher 42 verschiedene Modelle. Im Zuge der Corona-Krise haben wir auf 30 Modelle reduziert. Damit sind wir schneller, was die Lieferzeiten angeht, und der Händler muss sich weniger Modelle auf den Hof stellen, was seine Liquidität schont. Außerdem haben wir unseren Bianco innen komplett neu gestaltet und den Diamant als Top-Modell komplett aufgewertet."

Blick in den neuen Innenraum des Fendt Caravan Diamant. Bild: Matthias Stark

Campingurlaub ist schick

In den letzten Jahren profitierte Fendt von einem Trend, hin zu mehr Camping. "Camping ist schick, schont die Umwelt und ist nachhaltig. Von diesem Trend profitieren wir maßgeblich", so Thomas Kamm, Martketingleiter von Fendt. "Wir sprechen immer mehr junge Familien an, die als Kinder campen waren und nun mit ihren Kindern das Erleben wollen. Zeitgleich steigen die Ansprüche. Das Fendt hier auf das richtige Produkt setzt, zeigen die Marktanteile." Da Familien immer wichtiger werden, hat Fendt nun auch einen neuen Wagen im Angebot, der für bis zu 7 Personen ausgelegt ist. Im neuen Modell Bianco Aktiv 720 SKDW gibt es bis zu sieben Schlafplätze, eine integrierte Dusche und eine Fahrradgarage. Damit ist der Bianco das aktuell größte Fahrzeug im Fuhrpark von Fendt Caravan. "Besonders positive Rückmeldungen bekommen wir auch auf unser Modell Diamant. In Frankreich haben wir eine sehr große Nachfrage und wir rechnen auch in unseren weiteren Stammmärkten Deutschland und den Niederlanden mit einem großen Erfolg des Modells," so Thomas Kamm weiter.  Beim Diamant wurde die Außenhülle komplett neu überarbeitet, sodass nun eine Stehhöhe von 198cm erreicht werden kann. Auch der Innenbereich wurde völlig neu geplant und überzeugt mit Stil und Eleganz.