3. Februar 2021, 10:30

100.000 Bäume für den Landkreis Donau-Ries

Bild: Taglieber Holzbau GmbH
Anfang des Jahres 2020 wurde auf Initiative von Landrat Stefan Rößle die Aktion „100.000 Bäume für den Landkreis Donau-Ries“ ins Leben gerufen. Das Ziel: Den Klimaschutz im Landkreis fördern und mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne nach vorne bringen.

Bäume und Wälder sind nicht nur wichtige C02-Speicher und Sauerstoffproduzenten, sondern sie tragen essentiell zum Klimaschutz und zur Luftreinigung bei. Sie kühlen unsere Umwelt und fördern die Biodiversität. In Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen und der Waldbesitzervereinigung Nordschwaben e.V. hat der Landkreis Donau-Ries die Aktion „100.000 Bäume für den Landkreis“ initiiert.

Erster Spatenstich erfolgte im März 2020

Im Integrationsgarten in Oettingen wurde von Landrat Stefan Rößle der erste von 100.000 Bäumen gepflanzt. Ein „schönes Plätzchen“ sei das für dieses erste Pflanzen der Bäume, meinte Landrat Stefan Rößle. Insgesamt wurden zwölf Apfelbäume im März 2020 rund um den Integrationsgarten von Schülern des Albrecht-Ernst-Gymnasiums Oettingen und den Mitgliedern des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins gepflanzt. Viele weitere Bäume sollten in den kommenden Monaten folgen.

Arved Hein betreut seit September 2020 als Mitarbeiter der Stabsstelle Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit des Landkreises Donau-Ries das Projekt. „Alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Firmen und Kommunen können an der landkreisweiten Aktion teilnehmen“, erklärt er.

Landrat Stefan Rößle pflanzte im Integrationsgarten in Oettingen den ersten von 100.000 Bäumen. Bild: Maximilian Bosch

Mitmachen geht ganz einfach

Das Prinzip hinter der Aktion „100.000 Bäume für den Landkreis Donau-Ries“ ist ganz einfach: Jeder, der einen oder mehrere Bäume gepflanzt hat, meldet dies ganz einfach dem Landratsamt. Die Kosten und die Pflege der Bäume übernimmt jeder Pflanzende selbst. Als kleines Dankeschön erhalten alle Teilnehmenden eine Urkunde sowie eine Plakette (ein bis vier Bäume) oder ein Schild (ab fünf Bäume).

Welche Bäume man pflanzt, das steht jedem einzelnen frei. „Auf unserem Regionalportal gibt es für Unentschlossene eine Zusammenstellung besonders klimaresistenter Baumarten. Die Liste enthält Baumarten, die mit den veränderten klimatischen Bedingungen in Folge des Klimawandels vergleichsweise gut zurechtkommen und sich daher für Neuanpflanzungen besonders gut eignen“, sagt Arved Hein.

Der Weg ist das Ziel

Bewusst habe man sich, so Arved Hein, keine zeitliche Vorgabe zur Erreichung des Ziels gesetzt. „Es soll nicht der Eindruck vermittelt werden, das Projekt wäre gescheitert, wenn an einem Stichtag nicht genau 100.000 Bäume gepflanzt wurden. Jeder einzelne Baum ist bereits ein Erfolg und wichtig für das Klima. Die Zielmarke ist eine zusätzliche Motivation, um gemeinsam als Landkreis den Klimaschutz voranzutreiben“, erklärt Arved Hein.

Taglieber Holzbau GmbH pflanzt eigenen Lehrwald

Mit gutem Beispiel voran gegangenen sind bereits zahlreiche Firmen, Kommunen und Privatpersonen aus dem Landkreis Donau-Ries. Insgesamt wurden bis zum 2. Dezember 2020 bereits mehr als 2100 Bäume gepflanzt. Eine besonders schöne Geste erwiesen die Mitarbeiter der Taglieber Holzbau GmbH ihrem Geschäftsführer Erwin Taglieber und seiner Frau Gabi – sie schenkten den beiden einen eigenen Wald. Ende November 2018 wurde der „Taglieber Lehrwald“, bestehend aus über 400 Nadel- und Laubbäumen, von tatkräftigen Mitarbeitern gepflanzt. Der Lehrwald soll zukünftig als ein naturnaher Ort für Veranstaltungen mit Schulklassen und Vereinen, sowie Bauherren und Interessenten genutzt werden. Dadurch soll das Verständnis für die Funktionen und den Nutzen des Waldes gefördert werden. Außerdem soll er den Mitarbeitern als Erholungsort in den Pausen zugänglich gemacht werden.