27. Mai 2019, 11:23

Und sie fährt doch schon: Die Hesselbergbahn

Der Bahnsteig in Wassertrüdingen wurde am Freitag feierlich eröffnet. Es lebe die Hesselbergbahn! Bild: Julia Lanzer
Während der in Wassertrüdingen stattfindenden Landesgartenschau ist auch die Hesselbergbahn wieder in Betrieb. Geht es nach den Kreistagsfraktionen Frauen/ödp/Freie Wähler, SPD, der grün-sozialen Fraktion und der PWG/FDP soll das dauerhaft so bleiben.

Deshalb wurde jetzt eine Online-Petition „Es lebe die Hesselbergbahn“ initiiert. Unter diesem Link kann man sich eintragen: openpetition.de/!hhngq, wenn man dieses ökologisch und verkehrspolitisch sinnvolle und nachhaltige Anliegen unterstützen möchte.

Die Unterschriften können bis 8. September online aber auch auf Unterschriftslisten, die unter diesem Link ebenso auf Papier ausgedruckt werden können, abgegeben werden. Sie sollen dann dem zuständigen Staatsminister Dr. Hans Reichhart übergeben werden.

Etliche Donau-Rieser Kreistagsmitglieder haben schon bei ihrer Ausflugsfahrt den Sonderzug zur Eröffnung der Wassertrüdinger Landesgartenschau getestet und waren sichtlich angetan. Auch Landrat Stefan Rößle hat sich spontan online eingetragen. Ab sofort kann die Bevölkerung jeden Sonntag bis 8. September von Nördlingen die vorübergehend reaktivierte Hesselbergbahn nutzen. Der Sonderfahrplan kann auf der Homepage der BayernBahn unter http://www.bayernbahn.de/uploads/files/fahrplan.pdf eingesehen werden.

Damit dieser Traum, mit dem Zug von Nördlingen über Oettingen, Wassertrüdingen, Gunzenhausen und Pleinfeld nach Nürnberg fahren zu können, endlich wahr wird, müssten, so Andreas Braun, der Geschäftsführer der BayernBahn, die zugleich Eigentümerin Strecke ist, allerdings noch einige durchaus überwindbare Hürden genommen werden. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft, die für den Freistaat als Bestellorganisation für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) fungiert, müsste diesen Verkehr auch zwischen Nördlingen und Wassertrüdingen bestellen. Für ein stimmiges Gesamtkonzept müsste dabei auch der bestehende Verkehr zwischen Donauwörth und Nördlingen angepasst werden: der aktuelle Kreuzungspunkt der Regionalbahnen sollte von Möttingen nach Nördlingen verlegt werden. Zusätzliche Halte wären in Nördlingen-Nord und Oettingen-Nord/Hainsfarth nötig. Im nördlichen Abschnitt zwischen Gunzenhausen und Pleinfeld - von der DB betrieben - ist in Langlau die erst vor einigen Jahren rückgebaute Kreuzungsmöglichkeit für Züge wieder aufzubauen. Das sei für die Einführung des Stundentaktes auf der gesamten Strecke u.a nötig. (pm)