29. November 2019, 14:56

Viele Ideen für Niederschönenfeld

Stefan Roßkopf (Zweiter von links) wurde von der Freien Wählergemeinschaft Niederschönenfeld zum Bürgermeister-Kandidaten gewählt. Unser Foto zeigt ihn mit (von links) Vertrauensmann Paul Drabek, Martin Stegmair und Bürgermeister Peter Mahl. Foto: Markus Erdt

Bild: Markus Erdt
Stefan Roßkopf will Bürgermeister in Niederschönenfeld werden. Der 47-Jährige setzte sich in einer Kampfabstimmung durch.

Stefan Roßkopf geht als Bewerber der Freien Wählergemeinschaft Niederschönenfeld ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Niederschönenfeld. Der 47-Jährige setzte sich bei der Nominierungsversammlung mit 84:54 Stimmen gegen Martin Stegmair durch. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen und vor allem die riesige Wahlbeteiligung. Das gibt mir Rückenwind und motiviert mich für den Wahlkampf“, erklärte Roßkopf kurz nach Bekanntgabe des Ergebnisses.

Von einer oft zitierten allgemeinen Politverdrossenheit war an diesem Abend unter den knapp 150 Besuchern im mit allen Altersschichten voll besetzten Bürgerhaus nichts zu spüren. Im Gegenteil: „Es ist schön, zu sehen, wie sich unsere Bürger für die politischen Entwicklungen vor Ort interessieren und auch einbringen wollen“, freute sich der scheidende Bürgermeister Peter Mahl, der die Geschicke der Gemeinde seit 2002 lenkt. Damals hatte er sich gegen Magnus Kastenhofer durchgesetzt. Der 61-Jährige tritt am 15. März 2020 erneut als Kandidat des Unabhängigen Bürgerblocks Feldheim an und wurde in der vergangene Woche nominiert.

In ihren Vorstellungsreden vor der geheimen Wahl unter der kompetenten Leitung von Adalbert Riehl und Vertrauensmann Paul Drabek streiften die beiden Niederschönenfelder Kandidaten Roßkopf und Stegmair die wichtigsten Themen der Gemeinde und beschrieben ihre Motivation.

„Ich möchte ein bürgernaher Bürgermeister sein und unsere Gemeinde fit für die Zukunft machen“, erklärte Stefan Roßkopf selbstbewusst. Als gebürtiger Feldheimer, der seit 16 Jahren mit seiner Frau und den beiden Töchtern in Niederschönenfeld lebt, hat er enge Verbindungen in beide Ortsteile. Eine Konstellation, von der er profitieren will. An der Aufgabe des Bürgermeisters, die er neben seiner Arbeit als Betriebsratsvorsitzender bei der Südzucker AG in Rain ehrenamtlich ausüben möchte, reizt Roßkopf die Vielseitigkeit und der Gestaltungsspielraum. Ansatzpunkte sieht er beispielsweise bei Baugebieten, Nachverdichtung, schnelles Internet und Landwirtschaft. „Die gleiche Unterstützung muss auch den Gewerbetreibenden gelten - Gaststätten mit eingeschlossen“, so Roßkopf. Er verspricht zudem, alle Generationen im Blick zu haben: von den Kindern und Jugendlichen über Eltern mit Kinder bis zu den Senioren.

Um zielführend vorzugehen und die Finanzen im Blick zu haben, will er zunächst eine Prioritätenliste aufstellen. „Ich sehe mich nicht als Übergangskandidat“, stellte Stefan Roßkopf heraus und warb bereits um breite Unterstützung. Schließlich war die Nominierung nur der erste Schritt zum großen Ziel Bürgermeister. 

Neben dem Bürgermeister-Kandidaten wurden auch die 24 Bewerber für die Liste zur Wahl des Gemeinderats gewählt. Mit 112 von 131 abgegebenen Stimmen wurde zunächst Stefan Roßkopf an Position 1 gesetzt. Die weitere Reihung wurde dann in einem weiteren Wahlgang ermittelt. Dabei erhielt Martin Stegmair (2.) die meisten Stimmen vor Werner Roßkopf (3.) und Johann Edel (4.). (pm) 

Die weiteren Kandidaten im Überblick:

5. Bernd Briglmeir, 6. Johannes Hell, 7. Johann Höringer jun., 8. Markus Weigl, 9. Heinrich Grob jun., 10. Martin Zwiefelhofer, 11. Matthias Schlauderer, 12. Christian Stöckle, 13. Anton Dirschinger, 14. Barbara Drabek, 15. Emanuel Edel, 16. Harald Berres, 17. Maximilian Schmid, 18. Michael Kopetsch, 19. Jürgen Drabek, 20. Mario Edel. 21. Manuel Reichardt, 22. Gabriele Ecker, 23. Georg Raba, 24. Daniela Ullenberger-Bauer. Ersatz: 1. Alfons Fischer, 2. Daniel Edel, 3. Christina Dirschinger, 4. Robert Ecker, 5. Matthias Vasvari, 6. Sven Barthel, 7. Michael Fieger.