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(Bild: Fly & Help)

#helftunshelfen: Entwicklungszusammenarbeit statt Entwicklungshilfe

  • Täglich sterben Tausende Kleinkinder an Hunger, Krankheiten, durch Gewalt und Kriege.
  • Über eine Milliarde Menschen auf der Erde leben in extremer Armut
  • Jährlich werden 13 Hektar Wald zerstört
  • Immer mehr Tier- und Pflanzenarten sterben komplett aus
  • Rund 2,6 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Spültoiletten und anderen Sanitäreinrichtungen
  • 67 Millionen Kinder im Grundschulalter haben keine Möglichkeit eine Schule zu besuchen

Man könnte meinen, all das habe mit unserem Leben hier in Europa nichts zu tun – auf den ersten Blick. Schaut man dann aber genauer hin, kommt man ins Grübeln und Nachdenken. Lebensmittel und andere Handelsgüter werden importiert und exportiert, unsere Kleidung ist so gut wie nicht mit „Made in Germany“ gelabelt, sondern wird in „Billiglohnländern“ zusammengenäht. Und nicht zuletzt kamen in den vergangenen Monaten so viele Menschen wegen Krieg, Folter, Armut und Hunger zu uns, wie seit Jahren nicht mehr.

Besonders die Lage in vielen afrikanischen Ländern ist prekär. Deshalb hat Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU), der im vergangenen Jahr zum Thema in Wemding sprach, seine Lösungen im „Marshallplan mit Afrika“ zusammengefasst. Was Müller aber auch propagiert, sind kommunale Partnerschaften in der Entwicklungshilfe, also Unterstützung, die von kommunaler Ebene auf globale Herausforderungen zugeht.

Befragung zur Entwicklungshilfe

„Entwicklungshilfe“ sollte eigentlich als Entwicklungszusammenarbeit bezeichnet werden, meint Dr. Kayode Salau. Der Politologe aus Mering, der aus Nigeria stammt, war im Auftrag der staatlichen Organisation Engagement Global bis zum Jahresende 2017 über mehrere Wochen hinweg damit beschäftigt „Akteure der Entwicklungshilfe“ im Kreis ausfindig zu machen. Denn es gibt eine ganze Reihe an Privatpersonen, Vereinen und kirchlichen Organisationen, die sich für die Belange der Menschen Afrikas, Südamerikas und Asiens engagieren. Über 60 Institutionen und Organisationen hat Salau registriert. Sei es die Schule, die eine Partnerschaft zu Bildungseinrichtungen in der Dritten Welt aufgebaut hat oder der Verein der Geld- und Sachspenden für Menschen in den ärmsten Ländern der Welt sammelt. Salau hat aber auch Akteure ausfindig gemacht und befragt, die sich in den Bereichen Fairtrade oder Migration engagieren oder über das Thema Entwicklungshilfe informieren – denn auch das könne man zu „Entwicklungszusammenarbeit“ zählen, so der Fachmann.

Salau verwendet selbst nur den Begriff „Entwicklungszusammenarbeit“, denn aus einem modernen Verständnis heraus, sollte es das gemeinsame Bemühen von Entwicklungsländern und Industriestaaten sein, weltweite Unterschiede, der Lebensbedingungen und der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung, dauerhaft und nachhaltig abzubauen.

Über Mara Kutzner

Redakteurin für online und blättle. Regionalpolitischen Kontroversen und sozialkritischen Themen geht sie mit Nachdruck auf den Grund. Stellt gerne kritische Fragen. Geht im Landkreis fürs blättle auf die Suche nach tollen Lifestyle Produkten. Ist auch privat sozial engagiert.